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Medientage München: 5 Ideen, mit denen deine Facebook-Seite sofort besser wird

Auf den Medientagen in München habe ich im Panel Social Media Tools für Journalisten 5 Punkte für Publisher aufgezählt, die nach meiner Erfahrung im Umgang mit Facebook wichtig sind. Unter anderem ging es darum, wie man Facebook im redaktionellen Alltag einsetzt und die „Datenflut“ sinnvoll organisiert.


1. Ohne den richtigen Inhalt ist das beste Tool wertlos.

Die Geschichte steht immer im Vordergrund. Trotzdem: Wer Ziele und Metriken einer Plattform nicht beachtet, der macht einen Fehler. Die beste Geschichte bringt einem nichts, wenn man nicht weiß, wie man sie auf einer Plattform auf- und verbreiten soll. Es gilt, beides miteinander zu verbinden.

2. Das wichtigste – kostenlose – Tool sind die Facebook Insights

In den Statistiken stehen jedem Seitenbetreiber bei Facebook Zahlen über die Geschichten aber auch über das eigene Publikum zur Verfügung. Sie bieten die Möglichkeit, Inhalte einfach auszuwerten, sein Publikum kennenzulernen, daraus zu lernen und sich auf Basis dessen zu verbessern.

3. Die Leser kommen nicht zu dir. Du kommst zu ihnen.

Wer seinen Leser nicht respektiert, der wird verlieren. Und häufig sind die Kommentare ein Seismograph der Stimmungslage der Nutzer. Auf Facebook ist es sinnlos, Usern Inhalte vorzusetzen, die sie nicht interessieren. Was übrigens nicht heißt, dass auf Facebook nur triviale Inhalte „funktionieren“.

Man sollte sich vielmehr darüber Gedanken machen, wie sich komplexe Themen plattformgerecht aufbereiten lassen. Dass der Leser sie versteht und sie ihnen einen Impact geben. Von der Plattform denken – genau das ist die Herausforderung.

4. Welche Metrik ist dir wichtig? Es gibt nicht die eine, sondern mehrere. Und alle hängen zusammen.

Das Ergebnis von Facebook-Seiten, die ausschließlich an Klicks für ihre Homepage interessiert sind: Clickbaits, die zum Teil absurde Formen annehmen. Wer Klicks isoliert als Währung betrachtet, mag kurzfristig Erfolg in Form von Traffic haben, langfristig schadet er der Marke mit überdrehten Zeilen und Produktenttäuschungen. Neben Klicks gibt es Reichweite, Teilbarkeit das Engagement der Nutzer gibt und auch Video Views. Häufig hängt es von der Geschichte und der Form ab, was am wichtigsten ist.

5. Verbinde datengetriebenes Arbeiten mit journalistischen Zielen

Genau hier können Publisher einen entscheidenden Vorteil auf Plattformen haben: Wenn sie die besten Geschichten haben und dazu das Wissen, wie und in welcher Form sie diese Geschichten optimal auf Plattformen an die richtige Zielgruppe verteilen.

Eine umfangreiche Sammlung von Linktipps zur Recherche in Social Media gibt es bei Konrad Weber.

Vor einigen Wochen habe ich darüber gebloggt, warum wir uns um Metriken auf Plattformen kümmern müssen. Jetzt!

Zum Thema Recherche auf Plattformen solltet ihr euch die Research Clinic von Paul Myers und die Workshops mit Henk van Ess anschauen.

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