WhatsApp kann mit privaten Chat-Fotos werben? Ein Märchen

Bildschirmfoto 2014-05-22 um 22.59.11Am Donnerstag hat ein Artikel zum Thema WhatsApp die Runde gemacht. „Bild verschickt – Recht verschenkt“, schrieb das Handelsblatt mit einem Hinweis auf die Nutzungsbedingungen von WhatsApp: Angeblich steht dort, dass man dem Messenger als Nutzer „alle Rechte seiner Kommunikation“ überträgt.

Mehrere Portale (hier, hier und hier) haben den Artikel aufgegriffen und relativ unkommentiert zitiert.

Was mich stutzig gemacht hat: Im Handelsblatt-Artikel bleibt nebulös, was mit „alle Rechte seiner Kommunikation“ gemeint ist. Bei der Überschrift könnte ich denken: Wenn ich ein Bild per WhatsApp verschicke, kann der Dienst damit machen was er will. So zugespitzt haben es andere Portale auch dargestellt – genau das ist aber ganz offenbar Unfug. Weiterlesen

Storfiy: Der erste Twitter-Einsatz der Berliner Polizei

Einsatz-Account der Berliner Polizei

Screenshot: Einsatz-Account der Berliner Polizei

In den USA ist es längst selbstverständlich, in Deutschland noch die Ausnahme: Seit dem 20. März ist die Berliner Polizei mit zwei Accounts bei Twitter vertreten. Auf @PolizeiBerlin teilt die Behörde seitdem aktuelle Meldungen über Unfälle, Verbrechen oder Zeugenaufrufe mit.

Ein zweiter Kanal läuft unter dem Namen @PolizeiBerlin_E. Der Account sei „für die einsatzbegeleitende Öffentlichkeitsarbeit bei größeren Veranstaltungen und Einsätzen“, wie die Polizei in ihrer Meldung zum Twitter-Start schrieb. Am Samstag begleitete die Polizei erstmals einen großen Einsatz auf Twitter.
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Facebook erneuert den Newsfeed – ein bisschen

Der Facebook-Newsfeed im Vergleich (v.l.n.r.): alt, Test-Version, neu.

Der Facebook-Newsfeed im Vergleich (v.l.n.r.): alt, Test-Version, neu.

Im März 2013 hatte Facebook seine Vision des neuen Newsfeeds vorgestellt: Das neue Layout enthielt größere Bilder, automatisch erstellte Listen und ließ die Namen der Freunde in der linken Spalte erscheinen. Facebook spielte die Version nicht an alle Mitglieder aus, sondern testete das Design zunächst in einer beschränkten Nutzer-Gruppe. Weiterlesen

Fotos kostenlos einbetten: Was Getty nun erlaubt und worüber Nutzer trotzdem nachdenken sollten

Screenshot: gettyimages.de

Screenshot: gettyimages.de


Die Fotoagentur Getty Images hat angekündigt, dass jeder Nutzer die Bilder des Dienstes in Zukunft kostenlos auf seiner Seite oder einem sozialen Netzwerk einbetten kann. Wie ein solches Element aussieht, seht ihr zwei Absätze weiter unten. Ich habe im Blogpost aufgeschlüsselt, wem die neue Funktion was bringt, was dabei erlaubt ist und was man bei der Nutzung bedenken sollte. Weiterlesen

Interaktive Weltkarte rankt Länder nach Tweets zu #Sochi2014

Bildschirmfoto 2014-02-08 um 18.44.45Aktualisiert 10.02.2014, 22.54 Uhr Twitter veröffentlicht für jeden Tag der Olympischen Winterspiele eine Datawrapper-Weltkarte. Die Karten zeigen, in welchem Land es bezogen auf die vergangenen 24 Stunden wie viele Tweets mit dem Hashtag #Sochi2014 gab.

Dabei hat Twitter nicht die absolute Anzahl der Tweets pro Land genommen, sondern die Zahl der Tweets pro Million Einwohner. Wie viele Tweets es in welchem Land tatsächlich gab, ist den Karten also nicht zu entnehmen. Laut Topsy gab es in den vergangenen vier Wochen bislang weltweit rund 2,2 Millionen Tweets, die mit #Sochi2014 verschlagwortet waren. Weiterlesen

Facebook: Was mir der Newsfeed wirklich zeigt und was man daraus lernen kann

Bild: mkhmarketing.wordpress.com (CC By 3.0)
Bild: mkhmarketing.wordpress.com (CC BY 3.0)

Die Freunde und gelikten Seiten eines durchschnittlichen Facebook-Mitglieds erstellen pro Tag rund 1500 Beiträge, Fotos und Status-Updates. Schon jetzt kann niemand mehr alle Beiträge seiner Freunde und Seiten lesen. Facebook filtert mit einem Algorithmus die Beiträge heraus, von denen das Netzwerk glaubt, dass sie für den User interessant sind

Welche Nachrichten fischt Facebook für mich aus der Masse der Meldungen heraus? Um das herauszufinden, habe ich mir meinen eigenen Newsfeed im Januar 19 Tage lang angeschaut und 360 Statusmeldungen ausgewertet. Das Ergebnis hat mich überrascht: [tweetable] Nicht die Updates der eigenen Freunde, sondern geteilte Artikel spielen die wichtigste Rolle bei Facebook.[/tweetable] Facebook ist längst ein wichtiger Ort, an dem Nachrichten die Menschen erreichen.
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Storify: 11 Leseempfehlungen zu WhatsApp & Co. und warum die Dienste so erfolgreich sind

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Für den Moment lustig, nach Minuten vergessen, auf ewig gespeichert. WhatsApp ist der Stammtisch auf dem Smartphone. Was macht die App in Deutschland so populär, dass mittlerweile 30 Millionen Deutsche den Dienst nutzen? Die flüchtigen Gespräche, die einfache Bedienung, Small Talk in Gruppenchats, der Foto- und Videoversand? Weiterlesen

Twitter-Vergleich: Wie #ibes den #Tatort abhängt

Das Dschungelcamp ist das derzeit dominierende Thema bei Twitter in Deutschland und erweist sich wieder einmal als geeigneter Läster-Kanal. Allein der Hashtag #ibes wurde laut der Free-Version des Analyse-Tools Topsy* am ersten Tag der Sendung mehr als 37.000 Mal genutzt (siehe Screenshot). Knapp 8000 Tweets wurden am ersten Tag außerdem mit dem Hashtag #Dschungelcamp abgesetzt.
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Warum „Trendings“ bei Facebook überfällig sind und welchen Vorteil sie gegenüber Twitter haben

Bildschirmfoto 2014-01-17 um 09.14.33Facebook hat am Donnerstag bekannt gegeben, so genannte „Trendings“ einzuführen. Die Funktion soll den Mitgliedern zeigen, welche Themen bei Facebook gerade angesagt sind. Ein längst überfälliger Schritt, denn bislang habe ich als Nutzer kaum Anhaltspunkte, welche Themen bei Facebook öffentlich diskutiert werden – es sei denn, sie werden mir zufällig in die Timeline gespült.

Die Durchsuchbarkeit von Facebook ist ein leidiges Thema. Bei öffentlichen Themen ist sie aktuell quasi nicht vorhanden. Was bislang passiert ist, sind kleine Schritte ohne entscheidenen Mehrwert: Im Sommer 2013 hat Facebook Hashtags eingeführt, die bislang so mittelmäßig genutzt werden, wie diese Analyse von „Quintly“ zeigt. Ich kenne fast niemanden, der regelmäßig und gezielt über Facebook Hashtags durchsucht. Denn die Ergebnisse erscheinen häufig beliebig und schlecht sortiert.

Ja, Facebook hat es mit Graph Search geschafft, alle öffentlichen Inhalte systematisch durchsuchbar zu machen. Was ich mir von Facebook zusätzlich wünsche, ist eine Orientierung zu aktuellen und relevanten Themen, eigentlich ähnlich wie bei Twitter: Worüber sprechen die Facebook-Nutzer in Deutschland aktuell? Wie viele öffentliche Postings zum Thema Bundestagswahl hat es gegeben? Was waren die öffentlichen Beiträge mit der meisten Interaktion? Welche Beiträge auf News-Seiten wurden dazu besonders häufig geteilt?

Nun könnte man sagen: Wenn ich wissen will, worüber „das Netz“ aktuell diskutiert, gucke ich bei Twitter. Das stimmt und wird auch in Zukunft so sein. Trotzdem fände ich es interessant zu wissen, worüber fast 20 Millionen täglich bei Facebook aktive Deutsche Nutzer diskutieren – im Gegensatz zu maximal mehreren hunderttausend Leuten bei Twitter. Aktuell ist kein anderes Netzwerk in der Lage, das so abzubilden.

Für viele Mitglieder geht es bei Facebook auch weiterhin um Freunde und persönliche Beziehungen. Aber hey, wir haben 2014 und nicht mehr 2007: Da gehören zu meiner Relevanz nicht nur die Urlaubsfotos der Freunde und ein paar Postings von Fußball-Spielern, Tech- und News-Seiten – sondern eben auch Infos, worüber die Leute in Deutschland (öffentlich) sprechen.

Ich wünsche mir, dass Funktion wie „Trendings“ das schnell änderen und die Leute nicht wieder ewig lange auf neue Features warten müssen, wie es zuletzt bei Graph Search und dem Newsfeed der Fall war.

Mein Facebook-Profil

Interaktion statt Fanzahlen: Was bei Facebook wichtig ist – erklärt am Wettstreit von Leverkusen mit dem 1. FC Köln

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Foto: Andreas Rickmann

Am 31. Dezember vermeldete Bayer Leverkusen auf seiner Homepage nun „Auch auf Facebook die Nummer 1 am Rhein“ zu sein. Hintergrund: Der Werksklub hatte erstmals mehr Facebook-Fans als der 1. FC Köln.

Die Meldung war der Beginn einer Diskussion über die Anzahl Facebook-Fans vom 1. FC Köln und Bayer Leverkusen, die einigermaßen absurd ist. Die Fanzahl ist in diesem Vergleich nämlich ziemlich unsinnig. Weiterlesen

10 Tipps für mehr soziale Interaktion auf Twitter

twitter

Bild: mkhmarketing.wordpress.com/ (CC BY 3.0)

Mehrere Blogposts haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit Umgangsformen im Netz beschäftigt . Unter anderem haben Falk Hedemann („Macht das Social Web wieder sozial“) und Nico Lumma („Meine Filterblase ist kaputt“) aus meiner Sicht bemerkenswerte Beiträge geschrieben, die sich mit Defiziten im Miteinander auf Twitter und Co. beschäftigen und Lösungen aufzeigen.

Ich habe aus meiner eigenen Erfahrung 10 Tipps für eine bessere soziale Interaktion auf Twitter aufgeschrieben – sie schließen Meinungsstärke, eine kritische Grundhaltung und kontroverse Debatten übrigens nicht aus.
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